Skiunfall in Japan: Fünfjähriger stirbt auf defektem Förderband in Hokkaido

Share this:

In einem beliebten Skigebiet in Japan kam es zu einer schrecklichen Tragödie. Der erst fünfjährige Hinata Goto verlor sein Leben bei einem Vorfall auf einem Förderband.

Das Unglück geschah an einem Sonntagmorgen im Asarigawa Onsen Ski Resort in der Stadt Otaru. Es ist ein Ort, der eigentlich für Familienspaß bekannt ist.

Der Junge wollte gerade das Band verlassen, als er plötzlich stürzte. Dabei geriet sein rechter Arm unglücklich in die Mechanik der Anlage.

Eigentlich sollte die Anlage sofort stoppen, wenn sie einen Widerstand oder ein Objekt bemerkt. Doch der Sicherheitsmechanismus des Förderbands aktivierte sich in diesem kritischen Moment nicht.

Am Ende war es die Mutter des Jungen, die geistesgegenwärtig den Not-Aus-Knopf drücken musste, um die Maschine anzuhalten.

Die Rettungskräfte brauchten danach fast 40 Minuten, um Teile der Maschine mühsam zu demontieren. Erst dann konnten sie das Kind befreien.

Der Junge war zu diesem Zeitpunkt bereits bewusstlos. Im Krankenhaus konnten die Ärzte leider nichts mehr für ihn tun und stellten den Tod des Jungen fest.

Mitarbeiter des Resorts sagten später aus, dass das System am selben Morgen noch einwandfrei funktionierte. Warum es beim Unfall versagte, ist noch völlig unklar.

Die Polizei in Hokkaido ermittelt jetzt mit Hochdruck. Es geht um den Verdacht der beruflichen Fahrlässigkeit bei der Herstellung und Wartung der Anlage.

Das Förderband ist etwa 30 Meter lang und wurde bereits vor sechs Jahren installiert. Es dient als Verbindung vom Parkplatz direkt zu den Pisten.

Besonders kritisch wird gesehen, dass die Anlage komplett ohne Handläufe betrieben wurde. Das erhöht das Sturzrisiko massiv.

Andere Besucher hatten wohl schon früher gemeldet, dass sie auf diesem Band ins Stolpern kamen. Die Warnungen blieben offenbar ohne Folgen.

Ein Gast beschrieb die Anlage in sozialen Netzwerken sogar als beängstigend, selbst für erfahrene Erwachsene.

Für Urlauber aus Europa, die gerne in Japan Ski fahren, wirft das Fragen zur Sicherheit vor Ort auf. Man erwartet in Japan eigentlich höchste Standards.

Solche Mängel bei der Infrastruktur sind in einer so weltberühmten Skiregion wie Hokkaido ein schwerer Schlag für das Vertrauen.

Analysten warnen nun, dass viele Anlagen in den Resorts in die Jahre gekommen sind. Sie fordern, dass Wartungsprotokolle weltweit strenger kontrolliert werden müssen.

Das Resort hat sich bereits öffentlich für den tragischen Vorfall entschuldigt. Sie versprechen jetzt schnelle Maßnahmen, damit sich so ein Unglück niemals wiederholt.

Hokkaido zieht jedes Jahr Millionen von Touristen an, die sich auf die Technik verlassen. Die Region steht nun unter genauer Beobachtung.

In nächster Zeit dürften die Sicherheitskontrollen für Förderbänder in ganz Japan deutlich verschärft werden. Wir halten dich über die Ermittlungen auf dem Laufenden.

Share this:

Scroll to Top