Trump und Netanjahu: Geheimer Plan für Gaza und neue Angriffe auf den Iran?
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Donald Trump hat Benjamin Netanjahu in seinem Resort Mar-a-Lago in Florida empfangen. Es ist bereits ihr sechstes Treffen, seit Trump vor elf Monaten wieder das Ruder übernommen hat.
Die beiden Schwergewichte der Politik stecken die Köpfe zusammen, während die Welt im Nahen Osten an einem entscheidenden Wendepunkt steht. Du merkst sofort: Hier geht es um weit mehr als nur ein kurzes Händeschütteln für die Kameras.
Themen wie der brüchige Waffenstillstand in Gaza und die neue Lage in Syrien stehen ganz oben auf der Liste. Trump will zeigen, dass er die großen Deals einfädeln kann, die andere nicht geschafft haben.
Obwohl ein Waffenstillstand seit 80 Tagen besteht, ist die Lage vor Ort alles andere als friedlich. In dieser Zeit starben mindestens 414 Palästinenser und drei israelische Soldaten.
Ein schwerer Wintersturm macht die Situation in Gaza momentan noch viel schlimmer. Seit dem 10. Dezember haben die Kälte und heftige Überschwemmungen bereits 20 Menschen das Leben gekostet.
Besonders tragisch ist der Tod eines erst zwei Monate alten Babys. Es ist in den einfachen Zelten der eisigen Kälte schutzlos ausgeliefert gewesen und gestorben.
Währenddessen hält die Hamas weiterhin die sterblichen Überreste von Ran Gvili fest. Das ist ein klarer Bruch der Abmachungen, die für den Waffenstillstand getroffen wurden.
Das israelische Militär kontrolliert momentan mehr als die Hälfte des Territoriums in Gaza. Hunderttausende Menschen leben dort unter Bedingungen, die man sich kaum vorstellen kann.
In Israel schlagen einige Minister Töne an, die für Unruhe sorgen. Verteidigungsminister Israel Katz will Siedlungen in Gaza bauen und schließt einen kompletten Rückzug aus.
Das steht im krassen Gegensatz zu Trumps offiziellem Friedensplan. Dieser sieht nämlich vor, dass die Palästinenser irgendwann ihren eigenen Staat bekommen sollen.
Für uns in Europa und Deutschland ist diese Entwicklung heikel. Eine dauerhafte Besetzung oder Annexion des Westjordanlandes könnte die diplomatischen Beziehungen massiv belasten.
Ein weiterer Brandherd ist der Iran. Präsident Peseschkian spricht offen von einem totalen Krieg gegen Israel, die USA und Europa.
Netanjahu könnte in Florida versuchen, grünes Licht für weitere Angriffe auf iranische Atomanlagen zu bekommen. Solche Schläge gab es bereits im letzten Sommer durch israelische und US-Jets.
Kritiker befürchten nun, dass der israelische Premier den Friedensprozess absichtlich verzögert. Er wolle so die Debatte über eine politische Zukunft der Palästinenser umgehen.
Ab Januar soll der Waffenstillstand in eine zweite Phase gehen. Der Plan sieht eine internationale Sicherheitstruppe und eine neue Regierung aus Experten vor.
Israel hat allerdings schon klargestellt, dass es keine türkischen Soldaten in dieser Truppe haben will. Die kommenden Wochen werden zeigen, wer diesen Kompromiss am Ende wirklich mitträgt.
Trump bleibt hier der entscheidende Faktor für die Stabilität. Er hat sich früher gegen eine Annexion ausgesprochen, doch der Druck aus Israel wächst stündlich.