Donald Trump und Netanjahu: Geheimer Gaza-Plan sorgt für massiven Zündstoff in Florida
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Donald Trump hat den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu erneut in seinem Anwesen in Mar-a-Lago empfangen. Es ist bereits ihr sechstes Treffen innerhalb von nur elf Monaten.
Die beiden Schwergewichte der Weltpolitik haben eine volle Agenda. Es geht um den Waffenstillstand im Gazastreifen, die neue Lage in Syrien und die ständige Bedrohung durch den Iran.
Dabei steht viel auf dem Spiel. Die Welt schaut genau hin, ob die Chemie zwischen den beiden Männern ausreicht, um die festgefahrenen Verhandlungen endlich zu lösen.
Der Fokus hat sich nun fast komplett auf die brennenden Themen im Nahen Osten verlagert. Trump will hier klare Kante zeigen, bevor er offiziell das Ruder im Weißen Haus übernimmt.
Die Trump-Administration hat bereits einen konkreten Zeitplan im Kopf. Schon im Januar soll der Waffenstillstand im Gazastreifen in die zweite Phase übergehen.
Dieser Plan sieht eine internationale Sicherheitstruppe vor, die für Ordnung sorgen soll. Zudem ist eine neue palästinensische Regierung aus Fachleuten geplant.
Doch die Realität vor Ort ist grausam. Harte Winterstürme haben im Gazastreifen bereits mindestens 20 Menschen das Leben gekostet, teils durch die bittere Kälte, teils durch einstürzende Häuser.
Seit Beginn der Feuerpause vor 80 Tagen sind die Kämpfe nie ganz verstummt. Berichte sprechen von 414 getöteten Palästinensern und drei verstorbenen israelischen Soldaten in diesem Zeitraum.
Gleichzeitig werfen die Vereinten Nationen Israel vor, den Zugang zu lebensnotwendigen Gütern massiv zu blockieren. Israel bestreitet das und sagt, man unterstütze die Lieferungen, wo es nur gehe.
Die israelische Armee kontrolliert derzeit immer noch mehr als die Hälfte des gesamten Territoriums im Gazastreifen.
Hinter den Kulissen kracht es gewaltig. Die israelische Regierung lehnt eine palästinensische Eigenstaatlichkeit strikt ab, was im direkten Gegensatz zum 20-Punkte-Plan von Trump steht.
Besonders brisant sind die Aussagen von Verteidigungsminister Israel Katz. Er erklärte offen, dass Israel Siedlungen im Gazastreifen bauen will und sich niemals ganz zurückziehen wird.
Für viele Beobachter in Deutschland und Europa ist das ein Schock. Eine dauerhafte Besetzung würde die Hoffnung auf eine friedliche Lösung in weite Ferne rücken.
Auch die Rolle der Türkei ist ein Streitpunkt. Netanjahu will auf keinen Fall, dass türkische Soldaten Teil der internationalen Truppe in Gaza werden.
Netanjahu könnte Trump zudem um grünes Licht für weitere Militärschläge gegen den Iran bitten. Er ist überzeugt, dass Teheran seine Raketen für einen neuen Schlag aufrüstet.
Der iranische Präsident Masud Peseschkian goss bereits Öl ins Feuer. Er sprach davon, dass sich sein Land in einem totalen Krieg mit Israel und dem Westen befinde.
Kritiker werfen Netanjahu vor, den Friedensprozess absichtlich zu verzögern. Er wolle so die schwierige Debatte über die politische Zukunft der Palästinenser umschiffen.
Selbst die Hamas stellt harte Bedingungen. Eine Entwaffnung kommt für sie nur infrage, wenn es einen echten, unabhängigen Staat für die Palästinenser gibt.
Wie geht es nun weiter? Netanjahu wird sich in den USA auch mit dem kommenden Außenminister Marco Rubio treffen, um die Strategie abzustimmen.
Das Ziel ist klar: Bis zum Amtsantritt von Trump soll ein Rahmen stehen, der die Region stabilisiert. Doch die Differenzen bei der Landfrage im Westjordanland bleiben riesig.
Ob Trump seinen Friedensplan gegen den Widerstand der israelischen Hardliner durchsetzen kann, bleibt die große Frage der nächsten Wochen.
Sollte keine Einigung gelingen, droht die Lage im Nahen Osten erneut völlig zu eskalieren, was auch Auswirkungen auf die Sicherheit in Europa hätte.