Bolsonaro: Medizinischer Eingriff wegen chronischem Schluckauf im Gefängnis

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Jair Bolsonaro, der ehemalige Präsident Brasiliens, musste sein Gefängnis kurzzeitig verlassen. Der Grund war jedoch kein politischer Termin, sondern ein einstündiger medizinischer Eingriff.

Er leidet offenbar seit Monaten unter extremem Schluckauf. Die Ärzte im Krankenhaus versuchten nun, das Problem mit einer speziellen Blockade der Nerven zu lösen.

Das Ganze passiert mitten in seiner 27-jährigen Haftstrafe. Bolsonaro sitzt ein, weil er nach seiner Wahlniederlage gegen Lula da Silva einen Staatsstreich geplant haben soll.

Der medizinische Fokus lag auf dem sogenannten Nervus phrenicus. Das ist der Nerv, der dein Zwerchfell steuert und fĂĽr das Atmen wichtig ist.

Die Mediziner blockierten zunächst die rechte Seite des Nervs. Ein weiterer Termin für die linke Seite steht für kommenden Montag bereits fest.

Es war nicht der einzige Eingriff in dieser Woche. Erst vor wenigen Tagen wurde Bolsonaro erfolgreich wegen eines doppelten Leistenbruchs operiert.

Seine Frau Michelle erklärte öffentlich, dass ihr Mann bereits seit neun Monaten täglich unter diesen Anfällen leidet. Das macht den Alltag im Gefängnis natürlich nicht leichter.

Trotz der gesundheitlichen Probleme bleibt Bolsonaro politisch aktiv. Er nutzte die Zeit im Krankenbett für einen handgeschriebenen Brief an seine Anhänger.

Darin unterstützt er offiziell die Kandidatur seines Sohnes Flávio für die Präsidentschaftswahl 2026. Er versucht also, seinen Einfluss aus der Zelle heraus zu sichern.

In Deutschland und Europa wird die Lage in Brasilien genau beobachtet. Die Stabilität der größten Volkswirtschaft Südamerikas ist für den globalen Handel entscheidend.

Die Behörden in Brasilien gehen derweil hart gegen das alte Netzwerk vor. Der Oberste Gerichtshof ordnete erst kürzlich Hausarrest für zehn ehemalige Beamte seiner Regierung an.

Kritiker und Analysten warnen jedoch, dass Bolsonaros Rolle als “Märtyrer” im Krankenbett seine Basis stark mobilisieren könnte. Die Emotionen rund um seinen Gesundheitszustand sind hoch.

Die Sicherheitsvorkehrungen sind extrem streng. Bolsonaro gilt als konkrete Fluchtgefahr, weshalb er nach der Behandlung sofort zurĂĽck in die Zelle muss.

Zuvor hatte er wohl versucht, seine elektronische Fußfessel zu zerstören. Die Polizei glaubt, er wollte eine Kundgebung als Tarnung für einen Ausbruch nutzen.

Wie geht es jetzt weiter? Nach der Entlassung wartet eine Zelle im Hauptquartier der Bundespolizei auf ihn.

Der zweite Eingriff am Montag wird zeigen, ob er den lästigen Schluckauf endlich loswird. Politisch bleibt die Lage in Brasilien extrem angespannt.

Die Gerichte arbeiten die Ereignisse rund um den Putschversuch weiter auf. Die Frage bleibt, wie viel Kraft der Bolsonarismus ohne seinen AnfĂĽhrer an der Spitze noch hat.

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